Die Kündigungsschutzkanzlei

Zeugnis

Sie haben ein Arbeitszeugnis erhalten oder wollen dieses einfordern?

Ein Arbeitszeugnis muss nach §§ 630 BGB, 109 GewO und der dazu ergangen Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichts folgenden Grundsätzen genügen:

Dem Grundsatz der Klarheit
Dem Grundsatz der Wahrheit
Dem Grundsatz des Wohlwollens
Dem Grundsatz der Vollständigkeit
Dem Grundsatz der individuellen Beurteilung

Folgender Aufbau ist bei einem qualifiziertem Arbeitszeugnis üblich:

  1. Überschrift und Personalien
  2. Darstellender Teil
    Aufgaben, Verantwortung, Kompetenzen, hierarchische Position im Unternehmen, Werdegang im Unternehmen
  3. Leistungsbewertung
    Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung, Arbeitsweise, Arbeitserfolg
  4. Zusammenfassende Leistungsbewertung
  5. Verhaltensbeurteilung
  6. Ggf. Austrittsgrund und Schlussformel, Ausstellungsdatum, Unterschrift


Für einen Arbeitnehmer ist ein Arbeitszeugnis entscheidend für Erfolg oder Misserfolg bei künftigen Bewerbungen. Problematisch ist jedoch, dass Arbeitsleistung oft nur schwer beweisbar ist. Jede Gesamtbeurteilung die besser als eine Note 3 ist („Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er zu unserer vollen Zufriedenheit“) muss der Arbeitnehmer darlegen und beweisen. Gerade deshalb ist hier viel Fingerspitzengefühl in Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite gefragt.